Sie befinden sich hier:

Unsere Klinik verfügt über ein großzügig ausgestattetes Labor mit allen modernen molekularen, zellulären, elektrophysiologischen und verhaltensbiologischen Methoden. Translationale klinische Forschungsprojekte werden in unserem interdisziplinären Schmerzzentrum, in der perioperativen Medizin, Notfall- und Intensivmedizin und in Zusammenarbeit mit anderen Kliniken im In- und Ausland bearbeitet.

Thematische Schwerpunkte sind Mechanismen der Entstehung und neuartige Therapieformen von akutem und chronischem Schmerz, sowie Intensivmedizin und Geschichte der Anaesthesiologie. Unsere Arbeiten werden unabhängig durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Europäische Union, medizinische Fachgesellschaften und Stiftungen gefördert. Unsere Bachelor, Masters, PhD und medizinischen Dissertationen werden individuell durch Naturwissenschaftler und Kliniker betreut.

Opioidpeptid-enthaltende zirkulierende Leukozyten wandern aus dem Blut in entzündetes Gewebe ein, gesteuert durch Aktivierung von Adhäsionsmolekülen (z. B. ICAM-1; beta2-Integrin). Corticotropin-Releasing-Faktor (CRF), Chemokine oder Noradrenalin (NA, aus sympathischen Neuronen freigesetzt) können durch Aktivierung ihrer jeweiligen Rezeptoren (CRF-Rezeptoren, CRFR; adrenerge Rezeptoren, AR) auf Leukozyten Opioid-Freisetzung auslösen. Exogene Opioide (EO) oder endogene Opioidpeptide (OP, grüne Dreiecke) binden an Opioidrezeptoren (OR), die in Hinterwurzelganglien synthetisiert und über intraaxonale Mikrotubuli zu peripheren (und zentralen) Enden sensorischer Neurone transportiert werden. Die anschließende Inhibierung von Erregungskanälen (z. B. TRPV1, Ca2+) und Freisetzung von Substanz P (sP) führt zu Schmerzhemmung.