Operative Intensivmedizin

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Leistungsspektrum

Die interdisziplinäre Intensivtherapiestation des Campus Benjamin Franklin ist eine vorwiegend operative Intensivstation der maximalen Versorgungsstufe. Auf insgesamt 34 Betten werden alle intensiv- und überwachungspflichtigen Patienten versorgt. Die Intensivstation steht unter anästhesiologischer Leitung. Ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus 24 Ärzten (Anästhesie, Chirurgie, Traumatologie und Pulmologie) und ca. 120 Pflegekräften versorgt hier die intensivtherapiepflichtigen Patienten sämtlicher Fachdisziplinen am Campus Benjamin Franklin.

Das Leistungsspektrum unserer Intensivstation umfasst das ganze Spektrum der intensivmedizinischen Komplexbehandlung aller operativen Fachgebiete. Die Patienten werden in erster Linie postoperativ von den Kliniken zugewiesen. Polytrauma-Patienten und andere Notfall-Patienten werden nach der Erstversorgung direkt von der Rettungsstelle übernommen. Ein Schwerpunkt im Behandlungsspektrum der Station ist die Neurointensivmedizin und die Therapie von Sepsis und septischem Schock.

Ist nach einem operativen Eingriff eine intensivmedizinische Betreuung nur für eine kurze Zeit (d.h. bis zu einem Tag) erforderlich, so behandeln wir diese Patienten in der Regel auf unserer postoperativen Kurzzeitintensivstation (Post Anesthesia Care Unit - PACU). Hier können bis zu 9 Patienten intensivmedizinisch versorgt und überwacht werden.
Für Patientinnen und Patienten mit schwieriger Entwöhnung von invasiver Beatmung (Weaning) und für die Einleitung von Heimbeatmung sind 6 Betten sind auf der Intensivstation integriert.

Die Behandlung unserer Patienten orientiert sich an internationalen Therapiestandards und -empfehlungen und folgt etablierten, von uns erstellten und regelmäßig aktualisierten Behandlungspfaden (SOP = "standard operating procedures"). Die interdisziplinäre Behandlung findet dabei rund um die Uhr im engen Austausch mit Spezialisten auch der nicht-operativen Kliniken der Charité statt (z. B. Radiologen, Internisten, Psychiatern). Es findet eine wöchentliche Visite mit einem klinischen Mikrobiologen/Hygiene sowie eine tägliche Visite mit einem Neurologen statt.

Die Bettenplätze der Intensivtherapieeinheit sind apparativ mit modernstem Monitoring einschließlich erweiterter Hämodynamik (z.B. PiCCO, Pulmonaliskatheter, TEE) ausgestattet, so dass an allen Plätzen Standardüberwachungs- und -behandlungsverfahren angewandt werden können. Dem neuro-intensivmedizinischen Schwerpunkt wird mit einem elektrophysiologischen Arbeitsplatz (z.B. kontinuierliches EEG) zum erweiterten Neuromonitoring Rechnung getragen. Aufgrund der stationseigenen Ausstattung (Ultraschall, einschließich transthorakaler und ösophagealer Echokardiographie, Videobronchoskopie) können entsprechende Untersuchungen, einschließlich Bronchoskopie "rund um die Uhr" und bettseitig durchgeführt werden. Daneben sind alle gängigen Verfahren der extrakorporalen Nierenersatztherapie ("Dialyse") und die inhalative Therapie mit Stickstoffmonoxid (NO) beim schweren Lungenversagen ("ARDS") möglich. Der Einsatz für jeden Patienten wird individuell geplant.

Aus Gründen der Patientensicherheit sowie zur permanenten Qualitätssicherung werden alle Patientenmonitoringdaten, Befunde, Verordnungen und Behandlungsmaßnahmen mit Hilfe eines elektronischen Patientendatenmanagements dokumentiert.