Informationen zu medizinischen Geräten auf der Intensivstation

Welche medizintechnischen Geräte unterstützen uns in der Behandlung Ihres Angehörigen?

Überwachungsmonitor

Dieses Gerät überwacht mit Hilfe verschiedener Messfühler, die mit Ihrem Körper verbunden sind, kontinuierlich Ihren Herzrhythmus, den Blutdruck, Ihre Körpertemperatur sowie den Sauerstoffgehalt Ihres Blutes. Es können bei Bedarf  weitere Messwerte erhoben werden, wie z.B. das Herzzeitvolumen, der Druck im Schädelinnenraum u.a.. Während die Standardmessverfahren zur Überwachung des Herzens, Kreislauf- und Atmungssystems nichtinvasiv sind, ist für die Gewinnung spezieller Messwerte häufig die Anlage von Kathetern, die die Körperoberfläche durchdringen, erforderlich

Beatmungsgerät

Manchmal ist es notwendig, dass Ihre  Eigenatmung mit einem Beatmungsgerät unterstützt wird bzw. das Beatmungsgerät die Atmung übernimmt. Für diese Maßnahme wird in Narkose ein Beatmungsschlauch, ein Tubus, über Mund oder Nase in die Luftröhre eingelegt, über den das Beatmungsgerät mit Sauerstoff angereicherte Luft in die Lungen ein- und ausströmen lässt. Der Bedarf an Sauerstoff und die  Funktion Ihrer Lunge werden dabei ständig überwacht. Sie können während der Zeit der Beatmung vorübergehend nicht sprechen, da der Beatmungsschlauch zwischen Ihren Stimmbändern liegt. Damit die Beatmung für Sie komfortabel ist und Sie keine Schmerzen empfinden, bekommen Sie schmerzstillende und beruhigende Medikamente. Es ist immer eine Pflegekraft in Ihrem Zimmer. Die Dosis der sedierenden Medikamente ist so eingestellt, dass Sie in der Regel jederzeit erweckbar sind und mit der betreuenden Pflegekraft, Ihrem behandelnden Arzt und Ihren Angehörigen über Schreibtafeln und Gesten kommunizieren können.

Apparative Infusionstechnik

Zahlreiche Medikamente zeigen eine bessere Wirksamkeit und eine geringere Rate unerwünschter Wirkungen, wenn sie kontinuierlich verabreicht werden. Diese Medikamente werden Ihnen daher in präziser Dosierung durch Spritzenpumpen über in Venen eingelegte Katheter zugeführt. Können Patienten noch nicht selbst wieder essen oder trinken, ist eine künstliche Ernährung über einen durch die Nase in den Magen oder Dünndarm eingebrachte Ernährungssonde möglich. Eine künstliche Ernährung kann auch parenteral, d.h. unter Umgehung des Magen-Darmkanals erfolgen. Die Ernährungslösung wird dann unter der Kontrolle einer Infusionspumpe direkt in die Venen infundiert.

Weitere medizintechnischen Geräte

Weitere Überwachungs- und Behandlungsverfahren, die wir erforderlichenfalls einsetzen, sind Rechtsherzkatheter, Geräte, die außerhalb des Körpers eine Blutwäsche ermöglichen und Messinstrumente zur Überwachung der Hirnströme oder des Schwellungszustandes des Gehirns.

Akustische und optische Alarme

Alle technischen Geräte einer Intensivstation sind mit empfindlichen Alarmfunktionen ausgestattet, die auf Veränderungen und Unregelmäßigkeiten mit akustischen und optischen Alarmsignalen reagieren. Eher selten zeigt ein Alarm den Eintritt einer lebensbedrohlichen Situation an. Die Vielzahl der verschiedenen Geräte erzeugt aber einen akustischen Geräuschpegel, der auf Sie und Ihre Angehörigen befremdlich und beängstigend wirken muß. Die Alarme als Teil der Überwachungsarchitektur einer Intensivstation sind aber ein wesentliches Instrument, um Ihrem Arzt und dem intensivmedizinische Team zu ermöglichen, bei Ihnen präsent zu sein, wenn Sie ihn brauchen.

Intensivstationen

Intensivstation S44i/S44p
t: +49 30 450 551 603

Besuchszeiten

Die Besuchszeiten sind täglich von 15:30 - 18:00 Uhr oder nach Vereinbarung.

Angehörigen- Sprechstunde

Einen Termin für ein persönliches Gespräche mit einem Oberarzt der Intensivstation oder einer leitenden Pflegekraft können Sie telefonisch (vorzugsweise zwischen 08:00 und 14:00 Uhr) vereinbaren.

t.: +49 30 8445 - 64 9700